Samstag, 14. November 2015

Becci goes Australia | DIE ERSTE BILANZ

Meine fünfte Woche ist fast vorbei und in diesem Post möchte ich eine erste kleine Zwischenbilanz ziehen. Ich erzähle euch wie ich Sydney finde, ob sich meine Pläne geändert haben und ob ich mich vielleicht schon geändert habe. Über Enttäuschungen, Erkenntnisse, Veränderungen und die Zeit möchte ich euch berichten. 



Würdest du nach 5 Wochen sagen, dass Deutschland zu verlassen und nach Australien zu reisen, eine gute Idee war?


,, Bist du eigentlich total bescheuert? Du als ewiger Sicherheitsmensch gehst in ein Land, dass du höchstens aus alten Kindheitserinnerungen kanntest und hoffst auch noch, dass alles klappt?" Ja das waren meine Gedanken, als ich am 13. Oktober hier ankam.

Mittlerweile bin ich sehr weit weg von diesen Gedanken, denn Deutschland zu verlassen und nach Australien zu reisen war meiner Meinung nach die beste Idee, die ich hätte haben können. Denn nachdem die erste Tage voller Heimweh und Kulturschock erstmal vorbei waren, entpuppte sich Sydney nicht ohne Grund als eine wahre Traumstadt und genau die richtige für mich. Meine Lieblingsstadt neben Berlin, die ich bis dato nur aus meinen Kindheitserinnerungen kannte, war letztendlich genau das was ich brauchte, wollte und die ich trotz all den Jahren wieder erkannte. 


Wie ist Sydney in deinen Augen?


Sydney ist eine wahnsinnig vielfältige Stadt. Sie lebt davon, dass jede Kultur, jede Nationalität hier willkommen ist und sie alle miteinander leben und sich vor allem helfen. Rassismus findet man hier nicht, im Gegenteil: egal woher du kommst, du wirst mit freudigen Armen aufgenommen und jeder ist bereit dir zu helfen. Sie ist also vor allem auch sehr offen und unglaublich freundlich. Die Menschen sind hier glücklich. Vielleicht nicht weil sie reich sind oder die größten Wohnungen haben, sondern weil sie es verstanden haben, ihr Leben zu leben und es zu genießen aus vollstem Herzen. Sie lieben es Gesellschaft zu haben, sie lieben die Kommunikation und vor allem lieben sie die gegenseitige Akzeptanz. Solange du glücklich bist, ist alles erlaubt. Egal ob du in Haut Couture die Straße lang läufst, oder du nicht mal den Schlafanzug ausgezogen hast- du wirst nicht verurteilt und das genieße ich hier so. Endlich leben zu dürfen ohne ständig überlegen zu müssen, was andere denn jetzt von mir halten. Du kannst dich hier jeden Tag neu erfinden und egal wie du dich erfindest, sie finden es toll. 


Was hast du schon alles erreicht?


Diese Frage werde ich in zwei Teilen beantworten. Der erste ist der berufliche Teil, der andere ist der Persönliche.

Beruflich geschafft habe ich nüchtern gesehen gar nicht mal so viel geschafft wie ich finde. Ich habe im Prinzip mein Leben geordnet. Ich sorge jeden Tag für mich selbst, kümmere mich um all das Organisatorische wie beispielsweise Rechnungen zahlen, die Tagesplanung, Papierkram und all sowas. 
Da die Jobsuche sich für mich ziemlich erschwert hat, da ich hier nur für eine kurze Zeit leben werde , kamen für mich Standardjobs leider nicht so in Frage, denn entweder mangelte es mir an beruflicher Erfahrung oder mein Aufenthalt war schlicht und einfach zu kurz. Also hab ich kurzerhand mein Hobby zum Beruf gemacht, das Bloggen. Denn ich bewarb mich auf gut Glück einfach mal bei ein paar PR- Agenturen und nun bin ich Teil eines Startup- Unternehmens und kümmere mich um die PR. 

Beim persönlichen Part kann ich für mich mehr Erfolge verbuchen. Denn diese 5 Wochen haben schon gereicht, damit ich mich weiter entwickle. Nach 5 Jahren Hin und Her habe ich einen Schlussstrich unter eine Beziehung mit einem Menschen gesetzt, die wie ich erst kürzlich erfahren durfte, schon lange vorbei war. Ich habe Ansagen gemacht, die nötig waren, die ich mich in Deutschland aber niemals getraut hätte zu machen. Ich habe also an Mut und Selbstvertrauen dadurch gewonnen, dass ich verstanden habe, dass ich Dinge vor allem für mich machen muss. Ich muss mein Leben leben also sollte auch niemand anderes bestimmen dürfen, wer ich bin, wie ich sein soll und wie ich zu Leben habe, denn glücklich muss ich sein und nur das zählt.
Das Andere ist Gelassenheit. Gelassenheit, wenn es mal schwierig wird und es mal nicht nach meinem Plan läuft. 


Was möchtest du noch erreichen?


Neben all dem was ich geschafft habe, ist die Liste mit den Dingen, die ich noch erreichen möchte, natürlich noch existent.
Ich möchte noch ein Stück gelassener werden. Ich möchte diesen Job hier gut machen. Ich möchte mein Englisch noch verbessern. Ich möchte die Habour Bridge herauf klettern und aus dem Flugzeug springen. 
Wie man merkt, ich möchte noch eine Menge Dinge und das größte Möchte ist vielleicht das Selber kennen lernen .


Wie sind deine Pläne und haben sie sich verändert?


Meine Pläne haben sich auf jeden Fall geändert, denn mittlerweile ist der Plan hier bis ins neue Jahr zu bleiben statt bis Mitte Dezember. Ich möchte hier gerne noch eine Zeit lang leben und nach Deutschland zurück zu gehen, damit habe ich es nicht eilig. Im Januar wird es dann wahrscheinlich wieder nach Deutschland zurück gehen, ob dies ein kurzer oder langer Aufenthalt wird, kann ich noch nicht sagen. Aber soviel sei verraten: nach Australien zurück zu gehen hört sich für mich alles andere als schlecht an. 
Irgendwann werde ich dann wohl ausziehen, umziehen, studieren und das nicht alleine. Menschen trifft man immer wieder, dass ich eine Person treffe, die die gleichen Pläne hat wie ich, das nenne ich ein großes Glück. 


Ich glaube hiermit beende ich diesen Post. Falls ihr Fragen habt, dann schreibt sie mir doch einfach- ich würde mich freuen. 

Becci, xxx

1 Kommentar:

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