Mittwoch, 25. November 2015

Becci goes Australia #6 & #7

Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass mein letztes Update online kam. Aber ich konnte einfach nicht schreiben. Ich konnte es einfach nicht. Zu schreiben tat weh, zu schlimm waren die letzten Tage.
Anders als die letzten Updates werde ich die Zeit insgesamt zusammen fassen und erzählen, und nicht wie sonst jeden einzelnen Tag erwähnen.

Es ist jetzt gut zwei Wochen her, dass ich den Entschluss gefasst hatte länger zu bleiben. Ich hatte zwar ein mulmiges Gefühl doch es hat sich irgendwie gut angefühlt, dachte ich... bis die Tränen kamen. Heimweh. Niemand kann verstehen wie unerträglich dieses Gefühl ist, wenn man es nicht selber erlebt hat. Es ist als hätte man all seine Kraft, seinen Mut, seine Lebensenergie verloren. Du kannst an nichts anderes mehr denken. Und egal wie sehr du versuchst dagegen anzukommen, irgendwann ist es stärker. Du verlierst alle Zuversicht und du bist dir auf einmal nicht mehr sicher, ob du auch nur noch einen Tag mit diesem Gefühl überleben kannst. Jeder einzelne Tag kommt dir wie Monate vor und nur ein paar Wochen sind auf einmal eine unüberwindbare Ewigkeit. Es ist hart. Nein, es ist mehr als hart. Ich weiß selber nicht woher das kam, aber es war auf einmal da und je weniger Zeit ich bis zur meiner Abreise hatte desto schlimmer wurde es. Hatte ich am Anfang nur abends geweint, überkam es mich irgendwann schon nachmittags und irgendwann war es den ganzen Tag da. Ich habe gekämpft. Ich habe es mit allen Mitteln versucht, aber es kam der Zeitpunkt da ging es auch einfach nicht mehr. Und so kam es, dass ich nächste Woche im Flieger Richtung Heimat sitzen werden. Genau zwei Monate nachdem ich hier angekommen bin geht es für mich zurück. Und es war die richtige Entscheidung, denn seitdem ich weiß, dass mein Flug sicher gebucht ist, geht es mir wieder gut. Und auf einmal kann ich Sydney wieder genießen und ich bleibe dabei, dass ich diese Stadt liebe.
Trotz allem ist sie für mich eine zweite Heimat geworden, denn ich war lange nicht mehr so glücklich wie hier. Manchmal schließe ich einfach die Augen und denke an den Anfang zurück. Ein kleines Mädchen, das verloren durch die Straßen läuft mit all ihren Plänen und Gedanken im Kopf. Wer ich bin, wenn ich zurück komme, das sollen meine Lieben mir erzählen. Ich vermag dies nicht mehr so richtig zu sagen... der Grad zwischen gleich geblieben und total verändert ist zu schmal.

Und mehr gibt es nicht zu sagen. 

Becci, xxx


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