Donnerstag, 12. November 2015

Becci goes Australia #5

Hier ist das fünfte Update für euch und ihr erfahrt was in meiner 4. Woche hier alles passiert ist. 

Mittwoch, 04. November 2015- Schlechtes Wetter, schlechte Laune


Ich wache auf, schaue auf die Uhr und ahne schon, dass der heutige Tag nicht weiter produktiv sein wird. Es ist 14 Uhr. Nur langsam erinnere ich mich an die letzte Nacht, daran erst um halb 5 geschlafen zu haben und an meine etlichen Albträume. 
Tom kommt ins Zimmer und schmeißt mich aus dem Bett. Nur langsam komme ich in die Gänge. Wir fahren zusammen in die Stadt, ich schreibe mein viertes Update zu Ende und stelle es online. Trotz des Wetters raffen wir uns auf und fahren ins Fitnessstudio. Ich hätte es ja ahnen können. Schlechtes Wetter und zwischen uns knallt es ordentlich. 
Tja und jetzt? Jetzt sitze ich mal wieder hier im Starbucks. Gott sei Dank haben sie bis 23 Uhr auf, genug Zeit um mich abzureagieren, hoffentlich. Mein Café ist schon leer, überlege mir noch einen zu holen und noch etwas zu arbeiten. 
Ich hole mir doch keinen Café mehr, sondern packe meine Sachen zusammen und fahre heim. Ich bin unruhig, mache mir Sorgen ob er die Nacht überhaupt zurück kommen wird. Es ist für mich ein Rätsel. Wie konnte ich mich innerhalb von drei Wochen so sehr an einen Menschen gewöhnen. Ich meine ich! Ich alias die Person, die es liebt alleine zu sein oder war das nur in Deutschland so, dort wo ich alles kannte und mir so gesehen nichts passieren konnte. Ist es so, dass ein Leben in einem fremden Land innerhalb der kürzesten Zeit Gewohnheiten vollkommen verändern kann ? Oder sind es nur die Menschen, die wir treffen, die uns so verändern können? 
Es klingelt, ich mache auf und da steht er schließlich grinsend vor mir. Wir reden und langsam wird er wieder zu dem Menschen, den ich kenne. 



Donnerstag, 05. November 2015 bis Montag, 09. November 2015 - Alltag, mal wieder.


Die Tage verschwimmen mal wieder. Albträume verfolgen mich jede Nacht, ich bin froh, wenn ich aufwache. Mein Schlafrhytmus ist durcheinander. Wir schlafen um 04 Uhr morgens ein, dementsprechend spät wache ich auf. Es zieht mich fast jeden Tag an den Hafen, aber bei diesem regnerischen Wetter macht auch das keine gute Laune mehr. Es ist nur noch kalt und grau. Es sind nicht unbedingt schlechte Tage, aber so richtig gute auch nicht. Ich wünsche mir den Sommer herbei, die warmen Temperaturen, die Sonne, die Wärme. Schließlich packt mich an einem Tag wieder ein altbekanntes Problem- Heimweh. Jedoch in einer ganz anderen Form, nicht dieses weinende, schmerzende Gefühl. Es ist eher ein leises und kleines bedrückendes Gefühl in mir, ich bin den Tränen so Nahe ohne das ich wirklich weinen muss oder will. Der Gedanke, dass diese Stadt das richtige für mich ist gerät ins Wanken, nur ganz leicht, aber er tut es. Doch mittlerweile weiß ich auch, dass ein neuer Tag alles so viel leichter machen kann. Es gibt nicht wirklich sehr viel zu berichten. Ich arbeite jeden Tag einfach an meinem Blog und tue das was mir gefällt.


Dienstag, 10. November 2015 - Erfolg


Es ist mitten in der Nacht, und ich bin noch immer wach. Ich nutze diese Zeit um Blogeinträge von Anderen zu lesen, Inspirationen zu suchen und Emails zu beantworten. Ich sollte schon längst schlafen, denn in nur ein paar Stunden habe ich mein erstes Vorstellungsgespräch in einem Startup- Unternehmen. Um 04 Uhr nachts fallen dann endlich meine Augen zu. 
Ich höre den Wecker klingeln, es ist 07 Uhr morgens. Ich stelle ihn aus und bin froh als dieser grässliche Ton endlich aufhört in meinem Kopf zu hämmern. Doch zwei Stunden später falle ich dann halbwegs motiviert aus dem Bett. Ich komme erstaunlich schnell in die Gänge und eine Stunde später befinde ich mich schon auf dem Weg zum Unternehmen. 
Eine halbe Stunde zu früh komme ich an, typisch deutsch. Ich schaue mich um und verliebe mich sofort in den Arbeitsplatz. Es ist casual und nicht so streng. Viele junge Menschen entdecke ich.  Schließlich habe ich mein Gespräch, wir reden über meine Aufgaben und Social Media. Es ist locker und entspannt. Dann ist es auch schon vorbei. Mit ein bisschen Glück darf ich nächste Woche starten. Ich fahre an den Hafen, es ist unglaublich warm und fange an zu arbeiten. Ich schreibe ein bisschen, ändere hier und jenes was und lese zum 100. Mal die gleichen Zeilen. 
Mehr passiert an diesem Tag nicht, es ist halt Alltag. Ein Alltag den ich gerne lebe, man kann ihn nicht mal ansatzweise mit Deutschland vergleichen. Ich genieße es Zeit für mich zu haben und endlich mal weit, weit weg zu sein. Es ist nicht so, dass ich meine Liebsten nicht vermisse, im Gegenteil. Ich weiß nicht, inwiefern ich mich hier verändere  und wer ich bin, wenn ich nach Deutschland zurück komme. Im Moment ist Deutschland jedoch ganz weit weg und ich genieße es, angekommen zu sein. Nach vier ganzen Wochen hab ich alles Organisatorische halbwegs erledigt und kann endlich anfangen das Leben hier zu genießen. Eines weiß ich aber jetzt schon: Australier leben weitaus besser als wir Deutschen.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute von euch.


Becci, xxx

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