Dienstag, 13. Oktober 2015

Becci goes Australia #1

Nun sitze ich hier im Flugzeug auf dem Weg in ein Abenteuer, das schon seit Jahren geplant ist. Ich bin ruhig und war es schon die ganze Zeit, habe noch nicht ganz verstanden, dass ich diese Reise wirklich antrete. Wenn ich die letzten Wochen so revue passieren lasse habe ich alle Vorbereitungen automatisch getroffen, ohne zu realisieren wofür überhaupt. Ich bin mir nicht sicher, ob und wie ich diese Zeit überstehen und erleben werde. Zu groß ist doch die Angst mitten in eine Katastrophe zu reisen.


Der Abschied war geprägt von Chaos: erst ging der Koffer kaputt, dann ein Koffer daheim vergessen, den wir dann nochmal holen mussten und dann keine große Zeit zum Abschied. Aber vielleicht war das auch gut, nicht viel über Abschied nachdenken sondern direkt rein ins Abenteuer schmeißen. Vermissen tue ich meine Liebsten schon jetzt, habe noch die bedrückten Gesichter im Kopf und sehe noch die Tränen in den Augen meiner Familie vor mir. Ich fühle mich als hätte ich in den letzten Wochen in Bezug auf diese Reise nur funktioniert und bin mir unsicherer den je ob das wirklich eine gute Idee war.
Auf der anderen Seite denke ich mir sind es erstmal nur 9 Wochen. 9 Wochen kann ich das machen was ich möchte und kann zu mir selbst finden. Rechtzeitig zu Weihnachten sitze ich dann wieder Kekse essend unter dem Tannenbaum.

Es ist ein Abschied und eine Ankunft zugleich, und vielleicht schlage ich nun auch ein neues Kapitel auf. Ein Kapitel, dass wie ich hoffe von einer richtigen Entscheidung handelt und von einer Reise zu mir selbst. Mich selber besser kennenlernen, mich selber an meine Grenzen bringen und lernen mit den verschiedensten Situationen souverän umzugehen und nicht gleich wie heute in Tränen auszubrechen, nur weil etwas nicht ganz so funktioniert wie gedacht. Ein bisschen Ruhe und Zuversicht erlernen, die mir meine Familie seit Jahren vorlebt, die aber bei mir noch nie so richtig einsetzen wollte.

Während ich diese Worte schreibe wechsle ich zwischen Tränen und Freude. Beide Gefühle werden mich sicherlich meine Zeit über begleiten. Ich hoffe, dass ich nicht vergessen werde meine Augen zu öffnen und das Schöne zu sehen.


Ich werde natürlich berichten, wie es mir dort ergeht und was ich alles erlebe. Bis dahin wünsche ich euch ein paar tolle Tage 

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